Deutschland

Business-Trip nach Celle

24. Februar 2018
Celle Kirche

Berufliche hatte ich vor einigen Tagen in Celle zu tun. Glücklicherweise konnte ich dort in einem sehr kleinen, aber feinen Hotel am Rande der Altstadt übernachten. Dies gab mir die Möglichkeit, abends mal neben Bürogebäuden und Hotelzimmer auch ein wenig die Stadt zu erkunden. Und was soll ich sagen: Wow – was für ein tolles Städtchen! Die Altstadt besteht fast komplett aus alten Fachwerkhäuser (angeblich über 400 Stück). Abgerundet wird das auch noch mit einem schönen Kirchen- und Rathausplatz sowie direkt daneben liegend einem Schloss im Stil der Renaissance und des Barocks.

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Celle
Geschichte und Altstadt

Das ca. 70.000 Einwohner (2018) umfassende Städtchen wurde 985 erstmalig urkundlich als Kellu erwähnt. In den folgenden Jahren des Mittelalters wurde die Gemeinde kontinuierlich ausgebaut:

  • 10. Jahrhundert: Wehranlage
  • 11. Jahrhundert: Erteilung des Münzrechts
  • 13. Jahrhundert: Erweiterung der Wehranlage um eine weiteren Siedlungsbereich
  • 14. Jahrhundert: Stadtbefestigung Celle
  • 15. Jahrhundert: die Fürsten von Lüneburg residieren im Schloss und ein Franziskaner-Kloster gegründet

Im späteren Verlauf entwickelt sich das „südliche Tor zur Lüneburger Heide“ zur Beamten- und Juristenstadt: nach dem Tod des letzten der letzten Celler Herzogs wurde das Fürstentum Lüneburg an die Welfen vererbt und Celle verlor den Titel „Residenzstadt“. Als Gegenleistung wurden zahlreiche Verwaltungseinrichtungen wie das Oberappellationsgericht, das Zuchthaus und das Landgestüt in die Stadt verlegt. Die lange Tradition als Standort militärischer Einrichtungen begann bereits Mitte des 19. Jahrhunderts mit Errichtung der Cambridge-Dragoner-Kaserne sowie der Infanteriekaserne. Diverse militärische Einheiten waren in der Stadt stationiert, unter anderem folgende:

  • Hannoversches Regiment „Adolphus Frederick, 1. Duke of Cambridge“ (19. Jhd.)
  • Infanterieregiment Nr. 77 (19. Jhd.)
  • Infanterie-Regimenter 17 und 73 (20. Jhd.)
  • Artillerie-Regiments 19 (20. Jhd.)
  • Bundeswehr Panzerbrigade 33 (20. Jhd.)

 

Altstadt

Altstadt von Celle

Kirche-Seiteneingang

Park

Kirche-und-Park

Bronze-Skulptur des franz. Künstlers Jean Ipousteguy---"Ein Mann stößt durch die Pforte..."

 

Celle
Bomann Museum

Das Bomann-Museum gegenüber dem Schloss wurde 1892 mit zahlreichen Bürgerspenden gegründet. Hierbei handelt es sich um ein Museum für niedersächsische Volkskunde, Landes- und Stadtgeschichte. Es ist das drittgrößte Museum in Niedersachsen und wurde nach seinem Gründer und erstem Museumsdirektor Wilhelm Bomann benannt. (Quelle: Wikipedia)

Sammlungen:

  • Bäuerliche Kulturgeschichte
  • Ehrenhalle der Hannoverschen Armee
  • Handwerksgeschichte
  • Industriegeschichte
  • Landesgeschichte
  • Militärgeschichte bis 1866
  • Miniaturensammlung Tansey
  • Moderne Kunst
  • Sammlung Eberhard Schlotter
  • Sammlung Tom Reichelt
  • Städtisches Leben im 19. Jahrhundert
  • Städtische und ländliche Kleidung
  • Ur- und Frühgeschichte

Bomann-Museum
Museum für Kulturgeschichte
Schloßplatz 7
www.bomann-museum.de

Bomann Museum

 

Celle
Schloss und Schlosstheater

Das Celler Schloss wurde aus der Erweiterung eines Wehrturm mit dem Charakter einer Wasserburg gegründet. Der Wehrtum mit der Siedlung Kellu wurde erstmal 985 urkundlich erwähnt.  Im 13. Jahrhundert wurde die Wehranlage ausgebaut. Im 14. Jahrhundert wurde die Residenz von Lüneburg nach Celle verlegt und der Ausbau zum Schloss begann. Die vierflügelige Anlage ist angeblich das größte Schloss in der Region der südlichen Lüneburger Heide. Nachdem das Lüneburger Fürstentum vererbt wurde, verlor das Schloss seine politische Bedeutung und stand anschließend immer wieder längere Zeit leer. Ab 1772 wurde es durch die vormalige dänische Königin Caroline Mathilde bewohnt, die wegen einer angeblichen Liebesaffäre von Kopenhagen nach Celle verbannt war (Quelle: Informationsschild am Stadtpark von Celle).

Schloss Celle

Das Schlosstheater wurde 1674 gegründet. Es ist angeblich das „älteste noch bespielte Theater Deutschlands sowie als das älteste Barocktheater Europas“.  Das Schlosstheater ist Zuge der Erneuerung und Barockisierung des Schlosses entstandenes Hoftheater. Im Jahre 2010 musste das Theater wegen Renovierungsarbeiten am Schloss in ein Übergangsdomizil in der „Residenzhalle“ auf dem Gelände der ehemaligen Cambridge-Dragoner-Kaserne umziehen.

Schlosstheater Celle e.V.
Schlossplatz 1
www.schlosstheater-celle.de

 

Celle
Weinkeller „Postmeister von Hinüber“

Der Abend wurde abgerundet von einem köstlichen Abendessen in dem wunderschönen Weinkeller „Postmeister von Hinüber“. Der Weinkeller liegt etwas versteckt im Innenhof eines Gebäudekomplexes in der Altstadt. Ein Schild weist von der Straße auf den Eingang. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

Weinkeller „Postmeister von Hinüber“
Zöllnerstrasse 25
www.weinkeller-celle.de

Weinkeller

Weinkeller "Postmeister von Hinüber"

 

Celle
Hotel St. Georg

Übernachtet hatte ich im Hotel St. Georg am Rande der Altstadt in einer beruhten Verkehrszone. Das von den freundlichen Inhaber Renate Mechenbier & Engelbert Cologna geführte Hotel kann ich für eine Übernachtung jedem empfehlen.

Hotel St. Georg
St. Georg Straße 25-27
www.hotel-st-georg.de

Hote St-Georgen in der Stadt Celle

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