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Auf den Spuren der Mönche: Besichtigung Kloster Maulbronn

15. April 2017
Kloster Maulbronn: Kreuzgang

Die Kloster Maulbronn (ehemalige Zisterzienserabtei) ist seit 1993 UNESCO Weltkulturerbe und nach eigenen Angaben die angeblich am vollständigsten erhaltene Klosteranlage des Mittelalters nördlich der Alpen. Grund genug, um dort mal vorbei zu schauen.

Kloster Maulbronn

Kloster Maulbronn

1147 begannen zwölf Zisterziensermönche aus Neuburg im Elsaß nach dem „Bernhardinische Grundriss“ des Abtes Bernhard von Clairvaux mit dem Bau des Klosters Maulbronn. Die Klosterkirche – eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika – wurde 1178 geweiht. Die letzte größere Erweiterung wurde um 1600 der Bau des Hörsaals über der Brunnenkapelle. Entsprechend der zeitlichen Dauer der Erweiterungen sind alle Stilrichtungen und Entwicklungsstufen von der Romanik bis zur Spätgotik vertreten. Im Laufe der Zeit wechselte das Kloster häufiger den Besitzer und wurde mehrmals geplündert und gebrandschatzt. Heute enthält es das evangelisch-theologische Seminar und wird für Klosterkonzerte genutzt.

Probe Klosterkonzert

Probe Klosterkonzert

 

Kloster Maulbronn
Das evangelisch-theologische Seminar

Seit 1945 befindet sich das evangelisch-theologische Seminar durchgängig in der Klosteranlage (es war zu früher zeitweise schon in der Klosteranlage). Evangelisch-theologisches Seminar? Das musste ich erst einmal nachschlagen: hierbei handelt es sich um altsprachliche Gymnasien für die Klassen 9 bis 12 mit evangelischen Internaten in der Tradition der württembergischen Klosterschulen. Neben Maulbronn existiert heute noch ein weiteres in Blaubeuren (von ehemals 13). Die Seminare wurden 1556 als evangelische Klosterschulen durch die Klosterordnung von Herzog Christoph von Württemberg gegründet und sind heute staatliche Gymnasien des Landes Baden-Württemberg (Quelle: Wikipedia).

 

Kloster Maulbronn
Klosteranlage

Die komplette Klosteranlage ist von einer Mauer umgeben. Beim Durchschreiten des Eingangstores hat man gleich das Gefühl in eines kleines Dorf einzutreten. Das liegt zum einen an den toll erhaltenen Gebäuden im Inneren der Anlage und der aktuellen Benutzung dieser. Die Klosteranlage beherbergt heute u.a. mehrere Geschäfte (z.B. Bücherei oder „Kräuterhexe“), Restaurants, die Polizei, das Rathaus von Maulbronn und andere Verwaltungsämter sowie das zuvor bereits erwähnte evangelische Gymnasium mit Internat.

Klosteranlage

Klosteranlage

Klosteranlage

Klosteranlage

 

Kloster Maulbronn
Erfindung der Maultasche durch die Maulbronner Mönche?

Bis heute ist nicht genau geklärt, wie die „schwäbische Maultasche“ erfunden wurde. Eine der Legenden besagt, die Maultasche wurde im Kloster Maulbronn erfunden:

die Ordensbrüder des Klosters hatten wohl in der Fastenzeit Fleisch geschenkt bekommen. Dummerweise war es ihnen untersagt, in dieser Zeit Fleisch zu essen. Um das Verbot zu umgehen wurde das Fleisch klein gehackt und mit Kräuter vermengt, so dass es nach Gemüsebrei aussah. Um ganz sicher zu gehen wurde der „Gemüsebrei“ auch noch in Nudelteig versteckt. Dies führte dazu, dass die Maultaschen umgangssprachlich auch „Herrgottsbscheißerle“ genannt wurden (Quelle: Wikipedia).

 

Kloster Maulbronn
Weitere Impressionen

Kloster Maulbronn

Kloster Maulbronn

Klosteranlage

Klosteranlage

Brunnen im Kreuzgang

Brunnen im Kreuzgang

Kloster Maulbronn

Kloster Maulbronn

Klosteranlage

Klosteranlage

Tür

Tür

Steinmetz-Kunst

Steinmetz-Kunst

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