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3-tägige Wandertour in Tirol / Lechtaler Alpen

Inhalt:

Im Juli 2018 hatte ich das Glück, an einer von meinem Kumpel Ecki organisierten Wandertour in Tirol teilnehmen zu dürfen. Und was soll ich sagen? Es war einfach nur der Mega Hammer: die phänomenale, permanent abwechselnde Landschaft hat einen einfach umgehauen! Teilweise hat man außer Berge und Landschaft nichts anderes gehen – keine Autos, keine Häuser, keine Wege, keine anderen Menschen – null Zivilisation. Die Wanderroute war superb. Das Wetter perfekt – wenn Wolken oder Nebel da waren, dann weil wir sie auch genau an dieser Stelle zu dieser Zeit gebrauchen konnten. Und sei es auch nur, um die Landschaft genau an diesem Punkt bedrohlicher wirken zu lassen.

Kurz: Ecki hat den prefekten Trip organisiert – Chapeau und vielen vielen Dank!

 

Wandern in Tirol
Lechtaler Alpen

Die Lechtaler Alpen in Tirol gehören zu den interessantesten und vielfältigsten Gebirgen der Nördlichen Kalkalpen, deren wilde Ursprünglichkeit bewahrt wurde. Die bunte Geologie sorgt für Abwechslung im Landschaftsbild wie in kaum einer anderen Gebirgsgruppe. Die„Lechtaler“ sind nicht leicht zugänglich und daher auch weniger frequentiert. Die Route zieht sich über weite Strecken quer durch steile Graspleisen und Schrofenflanken, immer wieder auch über sanftere Karböden und überschreitet mehrere Scharten.

Mit unserer Tour hatten wir einen Teil des Lechtaler Höhenwegs bestritten. Schwierigkeitsbewertung: rot/schwarz. Voraussetzung: sehr gute Kondition für mind. 7 Std. Gehzeit bzw. 1.400 Hm. Alpine Erfahrung, absolute Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit.

 

Wandern in Tirol / Lechtaler Alpen
Schwierigkeitsbewertung (DAV Wegekategorien)

SCHWARZ: Schwere Bergwege

Schwere Bergwege sind schmal, oft steil angelegt und absturzgefährlich. Es kommen gehäuft versicherte Gehpassagen und/oder einfache Kletterstellen vor, die den Gebrauch der Hände erfordern.

ROT: Mittelschwere Bergwege

Mittelschwere Bergwege sind überwiegend schmal, oft steil angelegt und weisen absturzgefährliche Passagen auf. Es können zudem kurze, meist versicherte Gehpassagen (z. B. Drahtseil) und/oder kurze einfache Kletterstellen vorkommen, die den Gebrauch der Hände erfordern.

BLAU: Leichte Bergwege

Leichte Bergwege sind überwiegend schmal, können steil angelegt sein und weisen in der Regel keine absturzgefährlichen Passagen auf.

Gelb: Talwege

Talwege sind überwiegend breit, haben in der Regel eine geringe Steigung und weisen keine absturzgefährlichen Passagen auf.

 

Wandern in Tirol / Lechtaler Alpen
Anreise und Übernachtung in Madau / Berggasthaus Hermine

Angereist sind wir zum Teil bereits Donnerstagabends und haben in Madau im Berggasthaus Hermine übernachtet. Auch wenn wir unsere Autos während der Tour auf einem Parkplatz in Bach stehen hatten, so bildete doch Madau mit der Übernachtung und dem Abschlussessen dort den eigentlichen Start- und Endpunkt unserer Tour in Österreich.

Das Essen war super lecker und der Wirt sehr freundlich und immer für einen Spaß oder lockeren Spruch zu haben. Wer in der Gegend ist, sollte sich Madau nicht entgehen lassen.

„Madau liegt auf 1.308 m direkt am hochalpinen Teilstück des europäischen Fernwanderweges E5 Bodensee-Adria und bietet Ruhe und Erholung für den anstrengenden Weiterweg. Madau war einst eine stolze Bergsiedlung in den Lechtaler Alpen, das im 18. Jahrhundert noch ca. 60 Einwohner zählte, und heute der Wirt (Berggasthaus Hermine) als einziger Einwohner gemeldet ist. Umso mehr zählt heute Madau als Erholungsort wie Sie ihn kaum anderswo finden. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel für jung und alt. Madau liegt etwa 7 km vom Talort Bach entfernt.“ (Quelle: madau.com)

Internetseite Madau:
www.madau.com

Facebook:
www.facebook.com/herminemadau

 

Wandern in Tiro/ Lechtaler Alpen
Streckenübersicht

 

Wandern in Tirol/ Lechtaler Alpen Etappe 1:
Bach – Kaisers – Leutkircher Hütte – Kaiserjochhaus

Die Tour beginnt mit dem Abstellen des Autos auf einem Parkplatz in Bach Von dort geht es mit dem Bus weiter nach Kaisers. Die Fahrt mit Linie 4268 dauert knapp 30 Minuten. Details unter www.vvt.at. Ausstieg Kaisers (Tirol) Gh Vallugablick oder Kaisers (Tirol) Gh Edelweisshaus.

Zunächst geht es hinein ins Kaiserbachtal. Dann gabelt der Weg. Nach links gehts Richtung Kaiserjochhaus und nach rechts über den Kaiserbach auf der linken Bachseite gehts in Almajurtal. Kurz vor  der Bodenalpe angekommen geht es links den Berg hoch Richtung Leutkircher Hütte. Zunächst sehr steil hinauf und dann flacher an der Almajuralpe vorbei über Wiesenhänge zur Leutkircher Hütte.

Internetseite Leutkirch Hütte:
www.leutkircher-huette.at

Internetseite Kaiserjochhaus:
www.kaiserjochhaus.at

 

Start in Kaisers:

Blick ins Kaiserbachtal:

Mittagspause in der Leutkircher Hütte:

Ankunft im Kaiserjochhaus:

 

Wandern in Tirol / Lechtaler Alpen Etappe 2:
Kaiserjochhaus – Ansbacher Hütte

Kaiserjochhaus (2310 m) – Hinterseejoch – Alperschonjoch (2308 m) – ohne Samspitze (2624 m) – Ansbacher Hütte (2376 m)

Die heutige Etappe ist ein Abschnitt des Lechtaler Höhenweges, des 601, des E 4 und des Adlerweges. Die Tour verläuft durchgängig oberhalb von 2.300 m und bietet dabei traumhafte Ausblicke auf die Lechtaler Alpen in Tirol. Vom Kaiserjochhaus geht es auf dem Weg 601 über die Gridlonscharte zum Hinterseejoch. Von dort weiter über den Theodor-Haas-Weg zum Alperschonjoch. Dort hat man zwei Möglichkeiten. Den Weg 601 geradeaus weiter oder rechts haltend auf den Westgrat der Samspitze.  Die Markierungen zum Westgrat der Samspitze sind unweit der verfallenen Hütte zu finden. Wir machten bei der verfallenen Hütte Rast und sind den Lechtaler Höhenweg 601 weitergegangen – haben die Samspitze ausgelassen. Soll jedoch eine tolle Aussicht haben und ist bei Schönwetter angeblich bestens zu empfehlen.

Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Ausdauer sind unbedingt gefordert. Mehrere Abschnitte dieser Etappe gehen über alpines Gelände. Einige Teile sind seilversichert und bedürfen besonderer Vorsicht.

Internetseite Ansbacher Hütte:
www.ansbacherhuette.at

 

Wandern in Tirol / Lechtaler Alpen Etappe 3:
Ansbacher Hütte – Madau – Bach

Ansbacher Hütte (2376 m) – Winterjoch (2528 m) – Grießlscharte (2632 m)

Von der Ansbacher Hütte ging es auf der dritten Etappe die Kopfscharte und das Winterjoch die Grießlscharte hinunter.Vorbei am Schafgufel durch das wunderschöne Parseiertal hindurch geht es nach Madau hinunter. Abschlussessen in Madau im Gasthaus Hermine.

Von Madau ging es mit dem Taxi zurück nach Bach.  Das Befahren des Madautales mit dem Taxi ist nur der Firma Feuerstein GmbH gestattet (Stand 2018). Informationen zum Taxi-Linienverkehr: www.feuerstein-bus.at

 

Grießlscharte:

Abschluss in Madau:

 

Wandern in Tirol  / Lechtaler Alpen
Weitere Impressionen

17. Juli 2018 – der Tag, an dem Frankreich zum zweiten Mal Fußballweltmeister wurde:

 

 

 

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